Kandidat 2010/2011 - Erfahrungsbericht

 

Stand: 6.09.2011 - Abschlussbericht von Patrick Köberle

Mittlerweile bin ich wieder gut in Deutschland zurück und habe mich schon wieder im schönen Allgäu eingelebt.

Nach dem kurzen Besuch meiner Eltern in Georgia, meinen letzten Arbeitstagen und einer, auch teils emotionalen, Abschiedfeier von den McKinnons stand der schon lang erwartete Roadtrip von Ende Juni bis Ende Juli, der uns mit einem zehn Meter langen Camper von Denver, Colorado bis an die mexikanische Grenze und dann den Highway 1 nördlich bis nach San Francisco führte, an.

Neben der so facettenreichen, atemberaubenden und unvergesslichen Schönheit des amerikanischen Westens standen viele Highlights auf unserem Programm: Wandern in den Rocky Mountains (bei Schnee) und im Grand Canyon (bei 35 Grad im Schatten und nur gut einer Woche zwischen beiden Wanderungen), Mountainbiken in Moab, Utah, dem Mountainbikeparadies in den USA, dem sehr beeindruckenden Arches National Park, Las Vegas am 4th of July und natürlich Kalifornien mit seinen Stränden und wunderschönen Städten wie San Diego, Los Angeles, Santa Barbara, Santa Cruz und natürlich San Francisco mit der Golden Gate Bridge und Alcatraz Island.

Nachdem ich mit den vier anderen Jungs noch in San Francisco gebührend meinen Geburtstag gefeiert hatte, hieß es schon wieder Good Bye California und es ging nach Washington, D.C. zu unserem Abschlussseminar und anschließenden Rückflug nach Deutschland.

Wir flogen schon drei Tage vor Beginn unseres Abschlussseminares nach Washington, D.C. weil wir uns noch all die wichtigen Sehenswürdigkeiten wie das Capitol, das Weiße Haus, das Washington Monument oder all die sehr interessanten und kostenlosen Museen anschauen wollten.

An den letzten drei Tagen in den USA stand unsere Final Orientation an, in der wir mit CDS und den amerikanischen Organisatoren des Parlamentarischen-Patenschafts-Programms noch einmal unser Jahr in den USA reflektierten und zum  ersten Mal als gesammte Gruppe von 72 PPPlern auftraten.
Am letzten Abend stand noch eine große Abschiedparty in einem amerikanischen Club an, bevor es nach einem Gruppenbild am Capitol hieß: "Goodbye USA, Hello Germany"

Nach einem anstrengenden Nachtflug landeten wir am Morgen des 28.07 in Frankfurt. Mittlerweile habe ich mich jedoch wieder gut eingelebt und habe natürlich viel Zeit mit meiner Familie und mit meinen Freunden verbracht und erstaunlicherweise fühlt es sich nicht so an, als ob ich ein ganzes Jahr in den USA gelebt hätte.

In zwei Wochen geht für mich, nach 6 Jahren Abstinenz, wieder die Schule los und ich werde mein Abitur nachholen. Hätte mir das jemand vor einem Jahr, vor meinem Auslandsaufenthalt, gesagt, hätte ich dieser Person gesagt, dass er von einer anderen Person redet.
Aber in gewisser Weise stimmt das auch. Ich bin nicht mehr die Person, die Sie Anfang Februar 2010 als Ihren Kandidaten für das 27. PPP ausgewählt hatten. Durch die Teilnahme am PPP, mit seinen ganzen Höhen und Tiefen, habe ich einen sehr großen und wichtigen Sprung in meiner Persönlichkeit gemacht und sehe heute viele Dinge in einem anderen Licht und bin selbst reifer und "runder" geworden.
Oftmals sind Menschen lange auf der Suche nach sich selbst und ich merke, dass ich mich selbst in Amerika "gefunden" habe.

Für diese Möglichkeit, die Sie mir gegeben haben, und Ihr entgegengebrachtes Vertrauen möchte ich mich noch einmal bedanken.

Liebe Grüße, nun wieder aus Kempten!

Patrick


Stand: 23. 05.2011 (Patrick Köberle)

Ja, mittlerweile habe ich mir hier sehr gut eingelebt und bin im Arbeitsalltag angekommen. Ich arbeite zwischen 19 und 30 Stunden wie Woche, nach wie vor, bei Tommy Hilfiger und sortiere und falte T-Shirts, berate Kunden und kassiere, wenn diese dann fertig mit ihrem Einkauf sind. Wie gesagt, war es nicht der Job, den ich erwartet oder erhofft habe. Aber aufgrund der Arbeitsmarktlage hier in den USA kommt man leider nur noch an gute Jobs, wenn man die richtigen Verbindungen hat.
Auch ist es einmal gar nicht so schlecht, in einer komplett anderen Branche, als in seiner Gelernten, beschäftigt zu sein und so seinen Fokus zu erweitern und wertvolle Erfahrungen zu machen.
Meistens macht mir die Arbeit Spaß, da wir ein tolles Team sind, in dem ich auch viele Fragen über "Germany and the German way of life" gestellt kriege. Meine beiden stellvertretenden Store-Manager begrüßen manchmal sogar die vielen deutschen Kunden, die bei uns einkaufen, sogar auf Deutsch und gestern schaffte ich es sogar, nach einer kleinen bayerischen Sprachstunde, dass ein Münchner Kunde mit einem "Pfiat di" verabschiedet wurde. Privat unternehme viel Zeit mit Timo, einem anderen PPPler und guten Freund, der nur eineinhalb Stunden von hier wohnt.  Unter der Woche war ich mit Timo auf einem Playoffgame der Atlanta Hawks, dem Basketballteam von Atlanta. Leider verloren wir das entscheidende Spiel und schieden somit aus. Die Stimmung im Stadion war aber atemberaubend und hat mal wieder gezeigt, wie sportverrückt die Amerikaner sind. Vor drei Wochen war ich mit 5 anderen PPPlern in Orlando und Cape Canaveral, weil wir den letzten Start eines US-Spaceshuttles sehen wollten. Wir hatten super Plätze direkt gegenüber des Kennedy-Space-Centers. Das war sehr sinnvoll, weil ungefähr 750000 weitere Amerikaner, darunter auch Präsident Obama und seine Familie, die gleiche Idee hatten. Leider wurde der Start ungefähr 4 Stunden vor Ablauf des Countdowns aufgrund von Schwierigkeiten an den Brennern des Spaceshuttles abgesagt. Daraufhin ließen wir den Tag am Strand ausklingen und besuchten am nächsten Tag die Universal Studios - einer der Freizeitparks in Orlando. Letztes Wochenende hatte Michael, mein Hostbruder, seine Abschlussfeier von der University of Georgia und am darauf folgenden Vormittag stand ein Brunch mit vielen Verwandten und Freunden bei uns im Garten an. Ich verbrachte mit Beth fast eineinhalb Tage in der Küche, um alles vorzubereiten. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, da alle Leute sehr begeistert waren und wir Michael damit eine große Freunde bereiteten. Nächstes Wochenende werde ich mit Timo und einigen seiner Leute zum viertägigen Memorialday-Weekend nach Destin (Florida) fahren, wo wir so ziemlich zum letzten Mal ein Wochenende am Strand verbringen werden. Nicht nur mir kommt es so vor, als ob die Zeit zurzeit rennt. Es fällt schwer zu glauben, dass in gut zweieinhalb Monaten schon der Rückflug nach Deutschland ansteht und ich meine Zelte hier in Georgia schon in etwa 40 Tagen abbrechen werde, um mich mit den anderen Jungs auf unseren finalen Roadtrip begeben werde. Dieser ist mittlerweile auch fertig geplant, unser fast 10-Meter-Camper und alle Campingplätze entlang unserer Route sind gebucht.                                                                                                                                                                                             Das parlamentarische Patenschaftsprogramm ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und ich werde nach meiner aktiven Zeit als PPPler auch im Alumniverein des PPPs aktiv werden.
Soweit ein Update von mir. Viele Grüße aus dem sonnigen Georgia! Patrick


Stand: 20.01.2011 (Patrick Köberle)

Ich habe mich mittlerweile hier in Ann Arbor, Michigan gut eingelebt, habe eine super nette und tolle Gastfamilie, die mich bei allem unterstützt und auch einen kleinen und guten amerikanischen Freundeskreis. Ann Arbor selbst ist eine sehr schöne Stadt und wird nicht ohne Grund jedes Jahr unter die Top 10 der besten Wohnorte in Amerika gewählt.
Fast die Hälfte der Einwohner von A2 (die Abkürzung von Ann Arbor) sind Studenten da die University of Michigan hier in Ann Arbor ansässig ist. Dadurch ist die Stadt sehr liberal und freidenkerisch und wird oft als mehr europäisch als amerikanisch beschrieben. Downtown Ann Arbor ist voll von Studentenkneipen, kleinen Cafes vielen Kunstausstellungen und voller kleiner Parks. Auch bin ich in den letzten Monaten viel durch die USA gereist und habe verschiedene Städte besucht und habe andere PPPler besucht. Neben meiner langen Homestaytour, die mich von tiefsten Süden der USA bis nach Michigan führte war ich bisher noch in Miami, Chicago, Philadelphia, besuchte noch einmal New York, war auf dem größten Okterfest der USA in Cincinnati, Ohio und verbrachte Silvester mit über 20 anderen PPPlern in Las Vegas was eine einmalige Erfahrung war.
Auch unternahm ich viel mit Manuel, einem anderen PPPlern, der auch hier in Michigan nur gute zweieinhalb Stunden entfernt wohnt. Für amerikanische Verhältnisse ist er wirklich ein Nachbar. Ich besuchte ihn einige Male in Big Rapids und feierte mit ihn Helloween und er besuchte mich auch hier in Ann Arbor und wir gingen zusammen auf das „Big Chill“, das größte Eishockeyspiel, dass jemals weltweit stattgefunden hat. Wir waren zwei von knapp über 113000 Besuchern und stehen nun auch im Guinessbuch der Rekorde.Thanksgiving und Weihnachten feierte ich mit den Stegmuellers, meiner Gastfamilie. Beides war eine sehr schöne Erfahrung und wird komplett anderst als in Deutschland gefeiert!


Stand: 12.08.2010 (Patrick Köberle)

Hier eine erste kurze Nachricht aus Amerika. Ich bin gestern mit einer Gruppe mit 25 anderen PPPler pünktlich in New York gelandet. Nach der Visumsüberprüfung gings dann sofort mit dem Bus nach Manhattan ins Hostel. Nachdem wir das Gepäck in unseren Zimmern verstaut haben gings dann sofort los mit einem Begrüßungsessen und dem Empfang der CDS-Mitarbeiter.Nach dem Essen gings dann sofort zum Time-Square und aufs Rockefeller-Center mit einem unbeschreiblichen Blick über New York! Heute hatten wir ein Seminar im Deutschen Haus wo wir weitere Informationen erhalten haben. Nach zwei Stunden Freizeit gings dann zu einer Doppeldeckerbustour durch New York. Die Eindrücke sind einfach überwältigend und dadurch hat der Jetlag gar keine Chance! Soweit ein erster Überblick über meine ersten PPP-Tage.


Stand: 30.06.2010 (Patrick Köberle)

Ich werde am 03. August 2010 mein Jahr in den USA mit dem Abflug von Frankfurt aus beginnen und werde mit knapp 30 anderen PPPlern die ersten 4 Tage in New York verbringen. Anschließend geht es auf die sogennante Homestaytour, die uns bis zu 10 Tagen quer durch die USA führt um Land und Leute kennenzulernen und mein Ziel wird dann mein Platzierungsort sein, an dem ich das Jahr bei meiner Gastfamilie verbringen werde. Die Infos zu meiner Homestaytour werde ich in nächster Zeit noch von CDS erhalten. Mein Platzierungsort habe ich vorgestern erfahren. Ich werde mein PPP-Jahr in Ann Arbor, Michigan verbringen. Ann Arbor ist eine Stadt mit knapp über 100000 Einwohnern. Ann Arbor liegt eine knappe Autostunde von Detroit entfernt und nach Chicago, Cleveland und New York sind des für amerikanische Verhältnisse auch nur "Katzensprünge" von mehereren Stunden udn auch Kanada liegt nicht weit entfernt. Außerdem soll Michigan und die Region, in der ich dann lebe, zu den landschaftlich eindrückvollsten und schönsten Regionen der USA zählen! Dort werde ich bei meiner Gastfamilie, der Familie Stegmueller, wohnen. Wie aus dem Namen schon zu schließen ist hat meine Gastfamilie deuschte Vorfahren. Mein Hostdad ist Ingenieur und meine Hostmum ist Accountmanagerin. Außerdem werde ich zwei "Geschwister" haben: Emily (11 Jahre) und Lukas (8 Jahre). Das fünfte Familienmitglied ist der Hund Onyx. Ich freue mich schon sehr auf meine Gastfamilie da ich aus der kurzen Beschreibung, die ich bisher erhalten habe, auf eine tolle Familie schließe! Mein College, dass ich besuchen werde, das Schoolcraft Community College in Livonia liegt knappe 30 Kilometer von meiner Hostfamilie entfernt. Dort werde ich ein Semester studieren.


Stand: Februar 2010 (Patrick Köberle)

Ich freue mich über diese großartige Chance und möchte mich gleichzeitig bei  Herrn Dr. Müller für sein in mich gesetztes Vertrauen bedanken. Meine Motivation am Parlamentarischen Partnerschaftsprogramm teilzunehmen, basiert hauptsächlich auf dem Interesse meiner beruflichen Weiterbildung. In meinem Beruf lernt man nie aus und gerade die USA ist für mich besonders reizvoll, da sich dort aufgrund der vielen verschiedenen Nationalitäten auch viele Kochstile und die verschiedensten Lebensmittel wiederfinden. Zudem möchte ich den Amerikanern unser schönes Allgäu näherbringen. Von diesem Stipendium in den USA erhoffe ich mir viele Eindrücke und Erfahrungen sowie gute Englischkenntnisse sowohl für den Job als auch für mich persönlich.

 


Dr. Müller und Patrick Köberle im Wahlkreisbüro in Kempten