In der globalisierten Welt wird in wenigen Jahren jeder zweite lebende Mensch aus Indien, China und Asien sein. Deutschland mit 80 Mio. Menschen repräsentiert dann noch 1 % der Weltbevölkerung. Wir werden in vielfältiger Weise von diesen Entwicklungen zum einen betroffen sein, unter den Konsequenzen auch ein Stück leiden, aber auch von den Chancen ganz erheblich profitieren können.
Voraussetzung, sich in dieser Welt bewegen zu können und sich Gehör zu verschaffen, ist die Internationalisierung unserer Ausbildung. Zweisprachigkeit -Deutsch und Englisch- sollte für unsere Kinder und Jugendlichen selbstverständlich sein. Wir müssen unseren Beitrag zur Lösung der Überlebensfragen der Menschheit leisten. Eine Milliarde Menschen hungern. In den nächsten 30 Jahren wird die Weltbevölkerung von 6,2 Mrd. auf 8,5 Mrd. Menschen anwachsen. Die Ressourcen an Land und Wasser, zur Produktion von Nahrungsmittel werden knapp. Nur durch eine innovative Landwirtschaft, durch moderne Technologie und weltweite Kooperation, insbesondere im Bereich der Ausbildung und Fortbildung, können wir das Welthungerproblem gemeinsam lösen.
Die Sicherstellung der Ernährung und Energie für zukünftig 8 Mrd. Menschen ist die Überlebensfrage der Zukunft. Wir haben in Europa das Wissen und das Können, in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Forschung und Technologie, in der Veredlung unserer Produkte, in der Logistik, in modernem Ressourcenmanagement diese Herausforderung zu bewältigen. Um diese Zukunftsfragen der Menschheit erfolgreich zu lösen, bedarf es einer neuen Offenheit im Austausch von Wissen und Erfahrungen und national neuen Schwerpunkten einer neuen Weltagrarentwicklungspolitik.

Gerd Müller im Dialog mit dem saudiarabischen Minister für Landwirtschaft

Internationale Kontakte sind wichtig - Gerd Müller im Gespräch mit seinem chinesischen Amtskollegen Niu Dun

Gerd Müller im Dialog mit dem brasilianischen Staatssekretär im Rahmen der Grünen Woche 2010