Die Freundschaft der Generationen und die Verantwortung füreinander muss zum Leitprinzip des Umgangs zwischen jung und alt werden. Auf der einen Seite muss die Unterstützung von Familien dringend und zügig an veränderte gesellschaftliche Bedingungen angepasst werden. Wir brauchen den Ausbau des Betreuungs-angebots, die Verwirklichung des Ganztagsschulangebotes, eine familien- freundliche Arbeitswelt, neue Impulse für einen kinder- und familienfreundlichen Wohnungsbau, und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Unterstützung von Familien muss Querschnittsaufgabe werden. Die ältere Generation hat viel geleistet und hat auch im Alter viel zu bieten. Wir brauchen eine neue Kultur des Alterns, notwendig sind neue Formen des Miteinanders unter den Generationen, ein gutes Beispiel ist das Mehrgenerationenwohnen. Gerade ältere Menschen sind heute in hohem Maße leistungsfähig, flexibel und aufgeschlossen und können und wollen ihre beruflichen und gesellschaftlichen Erfahrungen an die junge Generation weitergeben. Diese Möglichkeiten müssen stärker als bisher genutzt werden. Der Übergang vom Arbeitsprozess in den Ruhestand muss flexibel gestaltet werden und neue Ansatzpunkte der Einbeziehung des Erfahrungswissens der älteren Generation entwickelt werden. Jung und alt ist niemals ein Gegeneinander, sondern ein gewinnbringendes Miteinander und Füreinander.