Gesundheitspolitik

Gesundheit bis ins hohe Alter bedeutet Lebensqualität

Gesundheit wird zum Megatrend im 21. Jahrhundert. Die Ziele Förderung und Erhaltung der Gesundheit stehen immer mehr im Zentrum des Lebens moderner Menschen. Gesundheit ist das höchste Lebensglück und darüber hinaus für die Gesamtgesellschaft von tragender Bedeutung. Heute werden in Deutschland 10 Prozent des Bruttosozialprodukts für Gesundheitserhaltung und Krankheitsbekämpfung verwendet. Angesichts einer alternden Gesellschaft mit einer ständig steigenden Lebenserwartung sehen wir uns mit neuen Chancen und Herausforderungen konfrontiert. Mit 65 in Rente, aber bis ins hohe Alter physisch, psychisch und sozial gesund und fit zu bleiben, um anderen nicht zur Last zu werden, ist heute von großer Bedeutung. Jüngere und insbesondere die neue Generation 50 und besser setzt auf Gesundheitsvorsorge als die beste Lebensversicherung.

Der neue Megatrend Prävention und Gesundheitsvorsorge

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik. Während wir heute noch viel zu sehr auf die Finanzierung von Krankheiten fixiert sind gilt es das Einsparpotential einer langfristig angelegten Prävention zu sehen und zu nutzen. Sowohl für den Einzelnen, den Arbeitgeber aber auch die Gesellschaft lohnt es sich stärker in Gesundheitsvorsorge zu investieren.

Jeder einzelne tut viel zu wenig für die Vermeidung von Krankheiten, zum Beispiel durch Gesundheitserziehung, Gesundheitsbildung, Aufklärung, Beratung, Vorsorge. Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken kann durch einen gesundheitsbewussten Lebensstil erheblich reduziert werden. Der Einzelne und die Volkswirtschaft können sich immense Kosten einsparen, wenn Präventionsprogramme bereits im jüngeren Alter einsetzen. Gerade die Arbeitgeber stehen angesichts steigender Belastungen und höherer Lebensarbeitszeiten in der Pflicht in ihre Arbeitnehmer und deren Gesundheit zu investieren. Bewegliche Arbeitszeiten, flexible Angebote für Gesundheitsauszeiten, Gesundheitschecks und spezielle Kurangebote sollten zum Standardrepertoire der modernen Unternehmensphilosophie gehören.

Megatrend Medical Wellness

Wir tragen selbst Verantwortung für die eigene Gesundheit und unser Wohlbefinden. Immer mehr Menschen investieren in ihre eigene Gesundheit. Die hohen Belastungen des Alltags erfordern bewusste Gesundheitsauszeiten. Medical Wellness ist der neue Megatrend. Für den gesundheitsorientieren Kururlaub machen gerade die deutschen Heilbäder neue interessante Angebote. Der moderne Kururlaub bietet ein individuelles Programm, das meistens mit einem individuellen Gesundheitscheck beginnt. Ärzte und Therapeuten geben den Gästen Ratschläge für eine Gesundheitswende in Beruf, Freizeit und Familie. Körper, Seele, Geist - ein ganzheitliches Rundumwohlgefühl ist das Ziel von Medical Wellness Urlaub. Die modernen Kur- und Heilbäder sind längst zu Gesundheitskompetenzzentren und zertifizierten Dienstleistern für Gesundheit und Wohlbefinden geworden. Gesundheit genießen ist das neue Motto und dies nicht nur für ältere Menschen. Der Trend greift auch die Bedürfnisse junge Manager, berufstätiger Frauen und junger Familien auf.

Die neuen Alten bleiben fit

Der Anteil der Hochaltrigen in Deutschland wächst in den nächsten Jahren von heute 3,6 Millionen auf 6,3 Millionen im Jahr 2030. Mitte dieses Jahrhunderts werden 500 000 Bundesbürger über 100 Jahre alt sein. Wenn wir die Thematik gesunde Ernährung und Übergewicht nicht ernst nehmen wird, neben Diabetes, möglicherweise Osteoporose die neue Volkskrankheit. Wir benötigen spezielle Präventions- und Trainingsprogramme für Senioren um die Kraft- und Gehfähigkeit zu erhalten und dem Anstieg von Osteoporoseerkrankungen und Knochenbrüchen entgegenzuwirken. Mit einer älter werdenden Generation kommt auch dem Pflegesystem eine herausragende Bedeutung bei. Bis zum Jahr 2013 wird mit einem Anstieg der Pflegebedürftigen von bisher 2 Millionen auf 3,5 Millionen gerechnet. Auch hier gibt es viele neue Ansätze einer gesundheitsstärkenden Betreuung älterer Menschen.


Müller und Bundesgesundheitsminister Bahr im Kabinett


Müller sportlich unterwegs auf der ITB