Gesundheitspolitik

Trotz aller Kritik und Diskussion hat Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme in der Welt. Auch in Zukunft muss gewährleistet sein, dass wir zum einen eine flächendeckende Versorgung, vor allem auf dem Lande erhalten und zum anderen jeder, unabhängig vom Einkommen, Zugang zu den Leistungen der Spitzenmedizin hat.

Die Gesundheitswirtschaft ist derzeit mit 250 Mrd. Umsatz die größte Branche in Deutschland und mit 4 Mio. Beschäftigten auch der größte Arbeitgeber. Wir brauchen in Zukunft bei der Gesundheit einen Perspektivenwechsel. Anstelle der Fokussierung und Finanzierung des Krankseins müssen wir einen langzeitlichen und ganzheitlichen Ansatz der Unternehmen, der Forschung und des Staates in Richtung Erhalt der Gesundheit und des Wohlbefindens des Einzelnen entwickeln.

Heute schon könnten viele Erkrankungen durch einen gesundheitsfördernden Lebensstil, durch Vorsorgemaßnahmen und frühzeitige Diagnostik verhindert oder in ihrem Ausmaß reduziert werden. Die Prävention und Vorsorge zu fördern wird im Gesundheitsmarkt zukünftig oberste Priorität erhalten. In einem Präventionsgesetz sollten Anreize für den Einzelnen, aber auch für die Kassen gesetzt werden, zukünftig in den Erhalt der Gesundheit stärker zu investieren. Beispielhaft seien die durch Fehlernährung bedingten Erkrankungen genannt. Heute belasten die dadurch bedingten Folgekosten das Gesundheitssystem bereits mit 80 Mrd. Euro. Kreislaufschäden und Diabetes, ausgelöst durch fehlerhafte Ernährung und Bewegungsmangel sind Beispiele dafür.


Müller und Bundesminister Rösler im Gespräch


Müller sportlich unterwegs auf der ITB