14.01.2011
Sicherheit und Transparenz: Bundesministerin Aigner stellt Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“ vor. Staatssekretär Dr. Gerd Müller fordert ein Umdenken der „Billig-ist-geil-Mentalität“ im Lebensmittelhandel.
Bundesministerin Ilse Aigner hat einen umfassenden Aktionsplan zum Verbraucherschutz in der Futtermittelkette vorgestellt. „Wir werden die Sicherheitsstandards deutlich erhöhen und die Melde- und Kontrollpflichten verschärfen“, sagte Aigner. Der Maßnahmenkatalog umfasst eine Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe, eine strikte Trennung der Produktionsströme, die Ausweitung rechtlicher Vorgaben für die Futtermittelkontrolle, eine Meldepflicht für private Labors, eine rechtlich verbindliche Positivliste, die Pflicht zum Abschluss von Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherungen für Futtermittelhersteller und eine Überprüfung des Strafrahmens bei Verstößen gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch. Zudem wird das Dioxin-Frühwarnsystem ausgebaut, die Transparenz für Verbraucher erhöht und die Qualität der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung der Länderbehörden grundlegend verbessert.
Darüber hinaus macht sich Staatssekretär Dr. Müller für ein Umdenken der „Billig ist geil Mentalität“ stark. Der Verbraucher sollte mit seiner Kaufentscheidung deutlich machen, dass er verstärkt auf die regionale Herkunft und Qualität setzt. Vom Erzeuger können nicht permanent höhere Sicherheits- und Qualitätsstandards eingefordert werden, wenn gleichzeitig ein Preisniveau der 60iger Jahre vorausgesetzt wird, so Müller.
Den Aktionsplan finden Sie in der Langfassung hier: (pdf)